Sa., 16. Dez., 20:00 Uhr

  • 18:45 – 19:15 Uhr: tanz.film – Tanz(kurz)filme
  • 19:30 Uhr: Einführung mit Maren Zimmermann
  • tanz.pate: Slava Gepner
  • 20:00 Uhr Bühnenprogramm
  • ca. 22:30 Uhr: Nachgespräch „Was Sie schon immer über Tanz wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen oder sagen wagten…“.
PIKKUJOULUT – kleine Weihnachten  / FEST – PREMIERE
Ein Fest mit zeitgenössischem Tanz, Performance, Videos und Musik

Foto: Semih-Korhan-Güner

In unserem PIKKUJOULUT (ein kleines, finnisches Weihnachtsfest) geht es nicht nur um das Zusammensein und die Vorfreude auf Weihnachten. Es ist mehr eine Gelegenheit, die Menschheit zu zelebrieren, die wichtiger ist als politische, religiöse, ethnische und sexuelle Differenzen. Sie feiert Menschlichkeit, die verletzlich ist, aber uns alle miteinander verbindet. Lasst uns heute tanzen und singen, während die Moderne Gemeinschaft Gefahr läuft, in ihrer Angst zu zerbrechen. FEST: Wenn die Welt auseinander zu brechen scheint, ist es an der Zeit ein FEST zu feiern. Lasst uns anstoßen – auf uns. Wenn es nichts mehr gibt, woran wir glauben können, haben wir immer noch einander.

FEST ist eine zeitgenössische Tanz-Performance von Marje Hirvonen und Nella Turkki, die auf ihre Interpretationen über das Finnisch-Sein und Gemeinschaft basiert. In ihrer Arbeit setzten sie sich mit den Themen Heimat und der Fragilität der Menschlichkeit auseinander. Heißt es Utopia oder eher FEST ist eine Utopie, die unabhängig von Zeit und Raum ist. Die zerbrechliche aber auch extreme Körperlichkeit ihrer Arbeit stammt aus den finnischen Traditionen: Eishockey, Mud Wrestling, finnischer Tango und Eislochschwimmen.

Dauer: 120 Min.

Marje Hirvonen & Nella Turkki und Gäste

Eine Produktion des tanz.tausch – tanz- und performance festival 2017
Choreografie/Tanz/Konzept: Marje Hirvonen, Nella Turkki / Trailer + Video: Agustina Sanchez-Gavier / Photos/Promo-Video: Giorgi Gedevanidze, Semih-Korhan-Güner / Musik: HopStopBanda

HopStopBanda – EasternGangsterBalkanSwingLatinCombo
Gäste PIKKUJOULUT

Foto: Gregor Kaluza

Ein Tatar aus Kasachstan, ein Russlanddeutscher, ein Jude mit ukrainischen Wurzeln, ein Russe, ein Chilene – und das alles in Köln: Bei manchen Menschen würde das in wüster Prügelei enden. Die Alternative aber heißt HopStopBanda und ist ein musikalischer Raubüberfall auf die Folkloren der Welt, von Sankt Petersburg bis Santiago de Chile. Dafür bringen die HopStop Musiker geballte Energie mit. Bassist Micha Duboff spielte bei der ersten Punkband der Sowjetunion, Gitarrist und Sänger Rifkat Daukaev bei der damals einzigen Boygroup des Landes. Drummer und Sänger Sava Freudenfeld fand Rock‘n‘Roll mit russischem Akzent schon immer spannend. Akkordeonist Leo Röttig liebt das Solide der klassischen Musik. Und Multiinstrumentalist Sergio Terán, der schon mit Charlie Mariano und Peter Maffay getourt ist, sorgt für lateinamerikanische Einflüsse. Der Fakt, dass hier mehr Nationalitäten auf der Bühne sind als Mitglieder, facht die wilde Lust am gemeinsamen Spiel noch mehr an. Temperamentvolltheatralisch klauen die Hop-Stop-Banditen hier ein bisschen Gauner-Swing aus der Weltstadt Odessa, da etwas Klezmer-Boogie und dort ein wenig Tango-Punk, um alles zusammen in einem knallbunten Feuerwerk der Kulturen erneut an die nach friedvoll-ekstatischem Tanz dürstende Welt zu verschenken.