Fr., 15. Dez., 20:00 Uhr

Double-bill-Abend

  • 18:45 – 19:15 Uhr: tanz.film – Tanz(kurz)filme
  • 19:30 Uhr: Einführung mit Maren Zimmermann
  • tanz.pate: Dirk Förster
  • 20:00 Uhr Bühnenprogramm
  • ca. 22:30 Uhr: Nachgespräch „Was Sie schon immer über Tanz wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen oder sagen wagten…“.
COOPERATIVA MAURA MORALES (NRW) / Exceso de la nada – Überfluss des Nichts

Foto: Maike Helbig

In diesem Stück setzt sich Maura Morales mit ihren kubanischen Wurzeln auseinander. „Mit 6 Jahren habe ich gelernt zu tanzen,  mit 10 Jahren wie man eine Kalaschnikow benutzt und mit 18 Jahren, dass die Geschichte meines Landes eine Lüge war“. (Maura Morales)

Ein Tanzsolo über das  Schwimmen auf dem Trockenen, über das Schwimmen gegen die Strömung eines fotogenen Landes, das aussieht, als würde es lachen, wenn es eigentlich weint. Eine Ballade über eine zum Ausbeuten bestimmte Insel, welche man hierzulande besuchen möchte, „bevor sich was ändert“, während die Kubaner raus wollen, weil sich nichts ändert.

Dauer: ca. 55 Min.

Konzept/Regie/Choreografie/Tanz: Maura Morales, Komposition/Livesampling: Michio, Bühnenbild: Gerd Weidig/Maura Morales, Lichtdesign: Grace Morales Suso, Video: Manfred Borsch, Kostüm: Marion Strehlow, Coaching traditioneller kunanischer Tanz: Jorge Luis Clavaire Cuba

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf

Eine Produktion der COOPERATIVA MAURA MORALES in Koproduktion mit Forum Freies Theater- FFT/ Düsseldorf, Hessisches Staatsballett / Staatstheater Darmstadt & Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Ringlokschuppen/Ruhr

Grammel+Hochherz+Sagardía (Sachsen/NRW) / GRAVITAPHON

Foto: Thomas Puschmann

Groß wie ein Schrank, schwer wie ein Mensch, feingliedrig wie ein Uhrwerk – das GRAVITAPHON. Ein neues Musikinstrument. Auf die leere Bühnenfläche schieben, schleppen, wuchten zwei Menschen eine riesige Kiste. Die Oberfläche des schwarzen Quaders glänzt im Scheinwerferlicht. Das schwere Objekt kippt langsam nach vorn. Ein leises Klingeln ertönt. Erst nur wie ein Glöckchen, dann stärker. Es kommt aus dem Inneren der Kiste. Je mehr sich das Objekt neigt, desto drängender wird das Geräusch. Plötzlich verstummt es und ein leises Rauschen hebt an, Sommerregen ergießt sich über den Raum. Die Kiste setzt ganz sacht auf. Ein neues Musikinstrument.

Es ist nur mit enorm hohem Kraftaufwand zu spielen. Neigungswinkel, Kippbewegungen und Rotationsgrade sind die Parameter, die darüber bestimmen, welcher akustische Klang zu hören sein wird. GRAVITAPHON ist die Entwicklung einer Partitur, die der Spielweise des Instruments gerecht wird und direkt auf dessen Oberfläche, auf dem Boden, im Raum aufgetragen wird. GRAVITAPHON ist die Entwicklung einer Spielweise, einer Mischung aus Kraft, Choreografie und Handwerk. Körperliche Erschöpfung ist ein zentraler Bestandteil der Komposition und das Instrument bleibt immer unberechenbar…

Dauer: 60 Min.

Künstlerische Gesamtleitung: Christian Grammel, Instrument: Olaf Hochherz, Performance: Slava Gepner, Komposition und Performance: Sagardía, Choreografische Beratung: Slava Gepner, Technische Beratung und Konstruktion: Mathias Geoffroy

Eine Produktion von Grammel+Hochherz+Sagardía in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und der Kunststiftung NRW.