Programmübersicht

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19:30 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Einführung
20:00 Uhr - Alte Feuerwache (großer Saal)
wehrtheater/andrea bleikamp / fight or flight – Recherche-Präsentation (NRW)
Christoph Winkler / Hauptrolle (Berlin)

 




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18:00 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Diskussion I: Tanz und Politik
19:30 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Einführung
20:00 Uhr - Alte Feuerwache (großer Saal)
Ulrike Doszmann / ME & MY FATBOY (Brabant)
Emanuele Soavi incompany & ANALOGTHEATER / PARADISUS? – Preview (NRW)

 





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18:00 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Diskussion II: Humor im Tanz
19:30 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Einführung
20:00 Uhr - Alte Feuerwache (großer Saal)

Ronja Nadler / Inventer l‘amour – PREMIERE (NRW)
Edan Gorlicki / A little too close (BaWü)
Lotte Müller / RELAXACTION (HH)

 

 

 



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16:00 Uhr - ehrenfeldstudios / Diskussion III: Formate
17:30 Uhr - ehrenfeldstudios / Einführung
18:00 Uhr - ehrenfeldstudios

Maayan Danoch & Özlem Alkis / We began walking there we have been – PREMIERE (NRW)
19:30 Uhr - Alte Feuerwache (Salon) / Einführung
20:00 Uhr - Alte Feuerwache (großer Saal)
Sebastian Weber und Stéphane Bittoun / The Legend of Syd O‘Noo (Leipzig/Sachsen)

Dienstag 15.12. - 21:00 Uhr (Einlass: 20:00 Uhr) King Georg

Pre-Opening mit Sebastian Weber - Looking for Legends – making of
„The Legend of Syd O‘Noo“ (Leipzig/Sachsen)

Foto: Gesa Volland

Eine „Lecture-Demonstration“ über künstlerisches Erbe, Tradition und Storytelling in einer Kunstform, die sich ständig neu erfinden will. Im Frühjahr 2015 reisten der Filmemacher Stéphane Bittoun und der Stepptänzer Sebastian Weber in die USA, um alte Stepptanzmeister zu interviewen. Sie begegneten charismatischen Persönlichkeiten, vibrierenden Orten, hörten große und kleine Geschichten, tauchten ein in die Jazz- Folklore und sammelten all diese Erlebnisse als Material für ihre Stepptanz- Theater-Performance „The Legend of Syd O’Noo“. In einem sympathischen Mix aus Anekdoten, Filmausschnitten, Live-Musik und Stepptanz nimmt LOOKING FOR LEGENDS das Publikum mit auf diese Spurensuche. Sebastian Weber erzählt und tanzt mit der Kompetenz eines Aktivisten, der auch nach über 20 Jahren ‚im business‘ noch ständig Neues entdeckt. Ihm zur Seite steht der Berliner Totalmusiker Tobias Christl, der mit wandelbarer Stimme und kreativer Elektronik mühelos musikalische Welten auf die Bühne zaubert, die Weber tanzend erforscht.

Dauer: 60 Min.

Das Bühnenstück „The Legend of Syd O‘Noo“, wird am Sa., 19. Dez. um 20:00 Uhr im Rahmen des tanz.tausch-festivals in der Alten Feuerwache Köln aufgeführt.

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Mittwoch 16.12. - 20:00 Uhr Alte Feuerwache

wehrtheater/andrea bleikamp - fight or flight – Recherche-Präsentation (NRW)

Foto: Claus Stump

„Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht, Widerstand ist, wenn ich dafür Sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht.“ (Ulrike Meinhof)

In einer Recherche-Präsentation gewährt Andrea Bleikamp einen Einblick in die Vorbereitungen zur Produktion „fight or flight“, deren Proben im Februar 2016 beginnen – Uraufführung ist am 7. April im Freien Werkstatt Theater Köln. Unter der Verwendung von Motiven aus Sarah Kanes „Psychose 4.48“ beschäftigt sie sich mit dem Konflikt zwischen Flucht und Kampf. Die Fight-or-flight-Reaktion beschreibt die rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen an Lebensumstände und in Gefahrensituationen als Stressreaktion. Erdulde ich oder wehre ich mich, welchen Druck erzeugt meine Umwelt und wie gehe ich unmittelbar körperlich damit um? Unbarmherzig treibt das Schlagzeug den Tänzer durch den Raum, verkörpert die Kapitalismusmaschine. Wird sie ihn am Ende zermalmen?

Dauer: ca. 15 Min.

Regie & Konzept: Andrea Bleikamp // Darstellung & Choreografie: André Jolles // Ausstattung: Claus Stump // Dramaturgie & Text: Rosi Ulrich // Musik: Julia Klomfass // Licht: Boris Kahnert // P&Ö-Arbeit & Management: mechtild tellmann kulturmanagement

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Christoph Winkler – Hauptrolle (Berlin)

Foto: Heiko Marquardt

Sie gehört zu den Heiligtümern der deutschen Bühnenkultur, sie ist der Traum aller Darsteller, ihre Besetzung vornehmste Aufgabe von Dramaturgie und Regie: die Hauptrolle! Was aber, wenn Hautfarbe und Herkunft nicht zur großen Aufgabe zu passen scheinen? Siegfried, Faust oder Woyzeck? Ein Tanzsolo von Christoph Winkler für Ahmed Soura über die Sichtbarkeit „farbiger“ Darsteller im deutschen Theater. Der Berliner Choreograf Christoph Winkler - der bekannt ist für die starke politische Prägung seiner Arbeiten - ist zum ersten Mal in Köln zu sehen. Aufführung in Französisch und Djula mit deutschen Übertiteln.

Dauer: 60 Min.

Konzept: Christoph Winkler // Von und mit: Ahmed Soura // Dramaturgische Assistenz & Übertitel: Agathe Chion // Kostüm: Lisa Kentner // Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro // Photos: Heiko Marquardt/frischefotos.de

Eine Produktion von Christoph Winkler und ehrliche arbeit – freies Kulturbüro // In Kooperation mit: dem Ballhaus Ost // Gefördert durch: den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten und der dreijährigen Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes // Unterstützt durch: Phase7

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

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Donnerstag 17.12. - 20:00 Uhr Alte Feuerwache

Ulrike Doszmann – ME & MY FATBOY (Brabant)

Foto: Joost van Dijk

In ME & MY FATBOY wurstelt sich eine Mitarbeiterin des führenden Unternehmens für Sitzsäcke durch ihr Berufsleben. Ein großer, fl uoreszierender, grüner Sitzsack konfrontiert sie mit ihrem Gemütszustand nach fast 30 Jahren im Dienst. Jeder ihrer Arbeitstage beginnt mit einer frischen und begeisterten Produktpräsentation. Der FATBOY scheint ein wahrer Alleskönner zu sein. „Majestätische Dreiecke“, „ein Berggipfel“ oder „ein Riesenzwerg“, kein Zustand ist ihm fremd, alles ist möglich. Allmählich tröpfeln jedoch Verzweifl ung und Eintönigkeit durch den Berufsoptimismus der Mitarbeiterin bis sie schließlich überwältigt wird von hoff nungsloser Ohnmacht, die sie tapfer zu überspielen versucht. Der FATBOY wird ihr Partner, Freund und Geliebter und gleichzeitig bleibt er ein Klotz an ihrem Bein, den sie nicht loswerden kann. In ihren Vorstellungen gibt Ulrike Doszmann den kleinen menschlichen Zwischentönen ein sonniges Plätzchen. Mit absurdem Humor und peinlichen, beinahe schmerzlichen Szenen bewegt sie sich auf der Grenze zwischen Tanz und Kabarett.

Dauer: 35 Min.

Choreografie & Performance: Ulrike Doszmann // Regieassistenz & Technik: Leonard Bedaux // Dramaturgieassistenz: Laura Las

Eine Koproduktion mit: DansBrabant // Gefördert durch: bkkc (brabants kenniscentrum kunst en cultur) und FATBOY.

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Emanuele Soavi incompany & ANALOGTHEATER – PARADISUS? - Preview (NRW)

Foto: Francesca Poglie

Sind wir Heilige oder Teufel, einsame Ungeheuer oder endlos Suchende? Schuldige oder Verdammte? Hieronymus Boschs skurrile, monströse und absurde Motive dienen PARADISUS? als Ausgangspunkt. Drei Männer – zwei Tänzer und ein Schauspieler – begegnen sich auf der Bühne, defi nieren durch mehrere Stadien die vieldeutige Begriffl ichkeit „Geschlecht“ neu. Herkömmliche Männlichkeitsgesten werden über Bord geworfen. Der Weg ist das Ziel: Beginnend mit dem Urinstinkt führt die Suche über Eleganz zum Trash, vom Automatismus zur Emotion und zurück zum Instinkt. In dieser Produktion treff en die Tanzcompagnie Emanuele Soavi incompany und das Kölner Ensemble ANALOGTHEATER das erste Mal aufeinander und entwickeln eine Performance, in der Lautstärke und Melodie von Körpern konstant variieren. Sie verändern sich von laut zu leise, von schnell zu langsam, vom Menschlichen zum Tierischen - eine theatrale Fiktion, eine surrealistische Komödie.

Dauer: 60 Min.

Choreografie & Regie: Emanuele Soavi, Daniel Schüßler // Performance: Federico Casadei, Daniel Schüßler, Emanuele Soavi // Dramaturgie: Dorothea Förtsch // Assistenz: Lisa Kirsch, Francesca Poglie // Kostüm: Heike Engelbert // Produktionsleitung & PR: Silvia Werner // Management & PR: Alexandra Schmidt

Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Kunststiftung NRW und Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

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Freitag 18.12. - 20:00 Uhr Alte Feuerwache

Ronja Nadler – Inventer l‘amour – Premiere (NRW)

Foto: Alessandro de Matteis

Die Nachwuchschoreografin Ronja Nadler beschäftigt sich mit verschiedenen Erscheinungsformen der Liebe. Gibt es vor dem Hintergrund der multimedialen Dauerinszenierung von Sex und romantischen Gefühlen überhaupt einen authentischen Ausdruck von Liebe? Wenn ja, wie sieht dieser aus? Oder ist Liebe immer Fiktion - ein Zerrbild aus Idealvorstellungen, das am Ende unter der Spannung von Perfektionssucht und Optimierungswahn zerspringen will? Ronja Nadler gewann 2014 auf der new talents biennale cologne den Förderpreis „KunstSalon-Choreografie-Preis“ für eine Arbeit mit fünf Laientänzern, der die Realisierung der Produktion „Inventer l‘amour“ ermöglicht. Diese Arbeitsweise setzt sie hier fort und kreiert ein Stück mit einem Tänzer ohne professionelle Tanzausbildung und zwei professionellen TänzerInnen.

Dauer: ca. 25 Min.

Choreografie: Ronja Nadler // Tänzer: Andreas Avesing, Marja-Leena Hirvonen, Arthur Schopa // Sound Creation: Ruben Reniers // Sound Concept: Jonathan Lahr // Dramaturgische Beratung: Philine Herrlein

Eine Koproduktion mit: tanz.tausch – tanz- und performance festival // Gefördert durch: KunstSalon Stiftung e.V. // Im Rahmen einer Residenz von: KunstSalon Stiftung e.V. und ZAIK // Mit Unterstützung durch: MD Kollektiv/ Quartier am Hafen

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Edan Gorlicki – A little too close (BaWü)

Foto: Lukas Beyeler

‚A little too close‘ ist der erste Teil einer dreijährigen Studie über Macht und Kontrolle. Das Duett erforscht zwischenmenschliche Beziehungen und die verschiedenen Ebenen und Rollen, die sich darin etablieren und immer wieder verschieben können. Manche Rollen werden selbstständig übernommen – ob bewusst oder unbewusst – andere werden aufgezwungen. Wir brauchen solche Strukturen und Kontrolle, um Klarheit zu erlangen, aber sie können auch in Destruktion enden. Es besteht ein schmaler Grat zwischen der notwendigen Ordnung und dem Abrutschen in einen einseitigen Machtmissbrauch. Können wir diese feine Linie finden, sie akzeptieren - und lernen, sie nicht zu überschreiten? ‚A little too close‘ balanciert auf diesem schmalen Grat.

Dauer: 28 Min.

Konzept & Choreografie: Edan Gorlicki // Von und mit: Mayke van Kruchten & Ilija Surla // Second cast: Zoe Gyssler & Evandro Pedroni // Musik: The Police & Sting // Lichtdesign: Jan Fedinger // Kostüm: Jan Boelo // Sound: Martin Lambeek // Dramaturgie: Julia Heinrichs // Coaching: Andrea Boll

Eine Koproduktion mit: Grand Theatre Groningen, Tanzhaus Zürich // Gefördert durch: Grand Theatre Groningen, Tanzhaus Zürich und die platform 5MIN.20MAX. // Besonderen Dank an: Kirsten Krans, Jasmine Ellis, Ana-Maria Marin, Jochen Stechmann, Teresa Vittuci, Susanne Aff olter, das Tanzhaus Zürich Team und Sebastian Geiger.

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Lotte Müller – RELAXACTION (HH)

Foto: Wolfgang Unger

RELAXACTION. Wer kennt nicht den Konfl ikt zwischen der Neigung zum Relaxen und dem Drang nach Action? Diesen inneren Kampf verlegt Lotte Müller in ein Wohnzimmer und macht ihn objektakrobatisch sichtbar. Ein harmloser alter Sessel wird dabei zum Spielball, ist Freund und Feind zugleich. Körper und Konflikt prallen auf den gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand, der seinen ganz eigenen Kopf zu haben scheint. Bequem und unbequem – das liegt unheimlich nah beieinander in diesem Stück tragisch-komischer Momente.

Dauer: 12 Min.

Konzept, Choreografie & Tanz: Lotte Müller

Eine Produktion von a lotte of mueller. In Kooperation mit: DanceKiosk Hamburg.

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Samstag 19.12. - 18:00 Uhr ehrenfeldstudios

Maayan Danoch & Özlem Alkis - We began walking there we have been – Premiere (NRW)

Foto: Wolfgang Kurtz

In der Uraufführung „we began walking there we have been“ sind alle Elemente – die menschlichen Körper der beiden Tänzerinnen, Sound, Licht und diverse Materialien und Gegenstände – gleichwertige Protagonisten der Choreografie. Jedes Detail auf der Bühne hat die Möglichkeit, den Verlauf und die Wahrnehmung zu verändern. Die beiden Performerinnen schaffen mit allen Elementen immer wieder neue Ebenen, stapeln und setzen neu zusammen - fantastische Übergangslandschaften entstehen. In seiner repetitiven Natur entwickelt die Performance eine immerwährende Zeit – ohne Anfang und Ende.

Dauer: 60 Min.

Konzept, Choreografie & Performance: Özlem Alkis & Maayan Danoch // Musik: Ivan Mijacevic // Licht und Visuals: miha(sonda3)

Eine Koproduktion mit: tanz.tausch tanz- und performance festival // Gefördert durch: Kunstsiftung NRW und ZAIK

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Samstag 19.12. - 20:00 Uhr Alte Feuerwache

Sebastian Weber & Stéphane Bittoun - The Legend of Syd O‘Noo (Leipzig/Sachsen)

Foto: Tom Dachs

Gebeutelt von den Zumutungen seiner Künstlerexistenz will Sebastian „Slowfoot“ Holland bei seinem alten Stepptanzmentor in New York Inspiration tanken. Auf der Türschwelle des Meisters erfährt er jedoch, dass jener gerade verstorben ist. Von da an hätte es mit Sebastian steil bergab gehen können, wäre da nicht Dokumentarfilmer Stéphane, der gerade dabei ist, einen Film über Sebastian zu machen. Er spielt ihm die richtigen Pässe zu und als Hinweise auf geniale, aber verschollene Choreografi en im Nachlass des Steppmeisters auftauchen, brennt die Lunte. Ein abgehalfterter Stepptänzer auf der Reise in die Vergangenheit, eine dickschädelige Gralssuche und eine kauzige Freundschaft – davon erzählen Bittoun und Weber in ihrem wilden Mix aus Theater, Film, Live-Musik und Tanz. Dabei finden sie genau die Mischung aus Dichtung und Wahrheit, die Legenden ausmacht.

Dauer: 90 Min.

Darsteller: Stéphane Bittoun, Susanne Strach, Sebastian Weber, Tobias Christl // Buch & Choreografie: Sebastian Weber // Buch, Film & Regie: Stéphane Bittoun // Komposition: Tobias Christl // Produktionsleitung: Josepha Vogel www.syd-o-noo.de

Eine Koproduktion von: GROOVES + MOVES GbR Leipzig mit LOFFT – DAS THEATER und tanz. tausch – tanz- und performance festival köln // Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Tanzfonds Erbe - eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes // Unterstützt durch: die Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V.

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