16.08. – 20:00 Uhr Tanzfaktur | Bühne

Tanz.tausch/ Juni 22, 2022/ tanz.bühne

Hermann Heisig: Singing Machine (Berlin) Premiere

Foto ©: Dieter Hartwig

Ähnlich einem Alleinunterhalter, der streckenweise vom 100sten ins 1000ste kommt, moderiert Hermann Heisig durch Räuspern, Anfeuern, Kommentar, Lautmalerei und diverse flammende Ansprachen den Raum und die ihn umgebende Situation. Zwischen Sprechen, Singen, Tanzen entstehen Nummern, in denen die Stimme zum Resonanzraum des Körpers wird, oder umgedreht der Körper zum Resonanzraum der Stimme: Heisig tanzt, was er singt, und singt, was er tanzt!

Hermann Heisig lebt und arbeitet als Choreograf, Tänzer und Performer in Berlin. Innerhalb seiner Choreografien entwickelt Hermann Heisig ein eigenwilliges Bewegungsvokabular, das sich Effizienz widersetzt und Reibungseffekte thematisiert, die Körper in sich, miteinander und im Kontakt zu ihrer Umwelt produzieren.

So begann mit dem Solo SLAP/STICK (2013) eine körperliche Auseinandersetzung mit der Mechanik des Komischen, beispielsweise durch den Gegensatz zwischen einem überspannten und losgelassenen, über-lockeren Körper. Dieser Ansatz erweiterte sich in STRTCH (2014) auf die physische Recherche zu klanglichen Effekten wie etwa Nachhall, Übersteuerung und Echo. slave to the rhythm (2018), eine freie Interpretation rhythmisch-musikalischer Erziehung nach Emile Jaques-Dalcroze, thematisiert simultane, teils absurde Verbindungen zwischen Musik und Körper. Daraus entstand 2019 die Soloarbeit Singing Machine. Seit 2020 entwickelt Hermann Heisig gemeinsam mit der Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Anna Zett das künstlerische Forschungsprojekt RESONANZ als partizipative Gruppenimprovisation zur gemeinsamen Konstruktion, Imagination und Nach-Erzählung von DDR-Geschichte. Seit 2020 entwickeln Hermann Heisig und sein Team keep onSCHALLGARTEN reconnected im Rahmen von Tanzpakt Reconnect/Neustart Kultur.

CREDITS/ CAST
Idee, Choreografie, Tanz: Hermann Heisig
Musik: Tian Rotteveel
Bühne/Installation, Kostüme: Julian Weber
Licht: Benjamin Schälike
Dramaturgie: Igor Dobricic
Produktionsleitung: Susanne Ogan

Eine Produktion von Hermann Heisig in Kooperation mit SOPHIENSÆLEN Berlin.

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen – Diese Maßnahmen wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage der vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalte.